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Hobby-Werkstatt einrichten & planen: Der ultimative Guide!

Viele haben diesen Traum:

Reparaturen endlich selbst erledigen im Haushalt und nicht den Handwerker teuer zu bezahlen.

Einen Platz haben zum Basteln, Reparieren und Heimwerken.

In allen Fällen läuft es auf eins hinaus:

Die eigene Hobbywerkstatt.

Doch es gibt einige Dinge zu beachten. Hier erfährst Du alles von der passenden Einrichtung bis zur Grundausstattung an Werkzeug.

Lies gleich weiter…

… denn so beginnt, das Verwirklichen Deiner eigenen Hobbywerkstatt:

Wähle die richtige Räumlichkeit

Bevor es an die eigentliche Einrichtung der Hobbywerkstatt kommt, muss eine geeignete Räumlichkeit gefunden werden. Idealerweise bestimmen die geplanten und durchzuführenden Arbeiten die Größe des Raumes.

Frage Dich also zuerst:

Was möchtest Du machen in Deiner Hobby-Werkstatt?

Wenn Du Bastelarbeiten durchführen möchtest, hast Du andere Bedürfnisse als jemand, der seine Werkstatt auch zum Reparieren seines Autos verwenden möchte. Die Bedürfnisse von Holzwerkern sind anders als wenn Du hauptsächlich Metall-Arbeiten durchführen möchtest.

Für kleine Arbeiten reicht oftmals schon ein abgetrennter Bereich. Möchtest Du dagegen auch größere Arbeiten durchführen, ist ein eigener Raum erforderlich, welcher auch ausreichend groß ist.

Darüber hinaus kann eine solche Hobby-Werkstatt auch als persönlicher Rückzugsort dienen.

Als Räumlichkeiten können Keller, Garage oder Dachboden dienen. Auch ein Gartenhäuschen kann sich eignen.

Achte bei der Auswahl, sofern möglich, auch auf das Klima in Deiner neuen Hobbywerkstatt. In einem modrigen Keller macht das Arbeiten wahrscheinlich nicht viel Spaß.

Und falls erforderlich, sorge auch für eine ausreichende Beheizung im Winter. Hier kannst Du Dich mit Infrarotstrahlern angenehm abhelfen. Diese sorgen für ein angenehmes Klima in der Werkstatt auch in den kalten Wintermonaten.

Falls Du keinerlei Gelegenheit zur Verfügung hast, in den eigenen 4 Wänden eine Heimwerkstatt einzurichten, ist auch die Miete eines Raumes überlegenswert. Vielleicht hast Du Nachbarn, die einen Raum vermieten möchten?

Gerade in Städten ist die Miete oftmals die einzige Möglichkeit. Achte jedoch unbedingt auf eine kurze Entfernung zwischen dem eigenen Haus bzw. Wohnung und Deiner Werkstatt. Als weitere Möglichkeit gibt es noch so genannte Selbsthilfewerkstätten oder auch offene Werkstätten.

In allen Fällen ist jedoch der Gebrauch als Werkstatt unbedingt vorher mit den Nachbarn abzuklären. Das spart später Stress und Streitigkeiten über etwaige Lärmbelästigungen. Darüber hinaus kann auch eine Lärmdämmung montiert werden.

Du siehst also:

Möglichkeiten gibt es genug!

Unabhängig davon, empfiehlt sich für die Räumlichkeit auch ein eigener Eingangsbereich. Nichts ist lästiger, wenn man in die Werkstatt geht und gleich vor der Werkbank steht. Wenn jemand zweiter in die Werkstatt kommt und man gleich in die Kreissäge läuft, ist oft auch nicht das Gelbe vom Ei.

Angenehm ist auch eine kleine Garderobe im Eingangsbereich, wo Du den dreckigen Arbeitsmantel oder das Arbeitsgewand hinhängen kannst, wenn Du wieder in den Wohnbereich gehst. Auch eine Schuhablage sorgt für ein ordentliches Verstauen der Arbeitsschuhe.

Das darf auf keinen Fall fehlen:

Darüber hinaus sollte folgendes unbedingt vorhanden sein:

  • Fenster
  • Strom
  • Wasser
  • Licht
  • Feuerlöscher

Fenster – für ausreichend Frischluft

Ein Fenster in der eigenen Hobby-Werkstatt bringt vielerlei Vorteile mit sich. Zum einen spendet es Tageslicht, welches für die Augen viel gesünder ist, als Licht aus Lampen. Darüber hinaus kann durch das Öffnen des Fensters für ausreichende Sauerstoff-Zufuhr gesorgt werden.

Warum?

Ausreichend viel Sauerstoff erhöht auch die Konzentrationsfähigkeit. Nichts ist blöder, als wenn man nach ein paar Stunden in der Werkstatt unkonzentriert wird und deswegen ein Werkstück versemmelt.

Durch das Fenster kann auch für ausreichend Luft-Austausch gesorgt werden, z.B. nach Maler- oder Lackierarbeiten, aber auch nach Schweißarbeiten. Die Dämpfe können so schnell aus der Werkstatt gebracht werden.

Strom – für die elektrischen Helfer

Ohne Strom geht nichts in der Hobbywerkstatt. Ein paar Steckdosen (so 3 bis 4) sollten es idealerweise schon sein. Wenn dies nicht möglich ist, kann man sich notfalls auch mit Steckleisten abhelfen.

Ganz klar:

Wer erst während der Arbeit beginnt, das Verlängerungskabel zu suchen, wird schnell die Lust am Arbeiten verlieren. Möchtest Du, dass Dein Flow beim Arbeiten jedes Mal durch Umstecken der Geräte unterbrochen wird? Eben.

Tipp: Montiere die Steckleisten diese immer fix an der Wand, um einerseits wieder ein Kabel-Wirrwarr zu vermeiden und auch für die Sicherheit. Denn nicht befestigte Steckleisten mit vielen abgehenden Kabeln werden leicht zur Stolperfalle.

Falls erforderlich, denke auch über einen Starkstrom-Anschluss nach. Dies ist jedoch nur dann zu empfehlen, wenn Du auch starke Geräte einsetzten möchtest wie z.B. eine Kreissäge.

Waschbecken – zum sauber halten und saubermachen

Zusätzlich ist ebenfalls ein Waschbecken nahezu Pflicht in jeder gut eingerichteten Hobbywerkstatt. Geräte müssen gereinigt und Hände gewaschen werden, wenn Du nach getaner Arbeit wieder in den Wohnbereich zurückkehrst.

Beleuchtung – für den perfekten Durchblick

Idealerweise sorgt ein Fenster als natürliche Lichtquelle für gute Beleuchtung. Darüber hinaus sorgt eine passende Deckenbeleuchtung für ausreichenden Durchblick und Lichtverhältnisse.

Zusätzlich empfiehlt sich die Anschaffung einer mobilen Werkstatt-Lampe. So kann bei detaillierteren Arbeiten, wo noch mehr Licht erforderlich ist, der Arbeitsbereich noch besser ausgeleuchtet werden.

Feuerlöscher – für die eigene Sicherheit

Und natürlich:

Auch ein Feuerlöscher, welcher ausreichend dimensioniert ist, darf in keiner Werkstatt fehlen. Sicherheit steht immer an erster Stelle!

Wenn der passende Raum gefunden ist, geht es um die …

…die passende Einrichtung Deine Hobbywerkstatt

Genauso wichtig wie die passende Räumlichkeit ist die Einrichtung der Werkstatt. Sie sollte sorgfältig geplant sein. Nichts ist ärgerlicher, wenn man schließlich draufkommt, dass man für bestimmte Arbeiten nicht vorgesorgt zu haben.

Achte bei der Einrichtung der eigenen Werkstatt unbedingt auf Funktionalität. Die Einrichtung sollte an die geplanten Arbeiten angepasst sein!

Werkbank – Das Kernstück jeder Werkstatt

Wie in vielen Ratgebern zu lesen ist, ist sie ein Teil der zentrale Punkt einer jeden Werkstatt:

Die Werkbank.

Sie ist sozusagen der zentrale Dreh- und Angelpunkt aller Arbeiten. Zur Werkbank an sich gibt es einige Dinge, die Du beachten solltest.

Zum einen sollte die Werkbank möglichst breit, lang und stabil sein. Gerade wenn Du planst, auch schwerere Werkstücke zu bearbeiten, ist eine massive und schwere Werkbank Pflicht. Die Arbeitsplatte sollte aus ausreichend dickem Holz oder Metall sein.

Befestige auf der Werkstatt unbedingt auch einen ausreichend großen Schraubstock, um alle Werkstücke sicher einspannen zu können.

Wenn Du öfters auch größere Skizzen oder Zeichnungen in Deiner Heimwerkstatt anfertigst, empfiehlt sich zusätzlich zur Werkbank auch ein eigener Schreib- oder Zeichentisch. Ein passender Sessel oder Sitzhocker dient als Sitzgelegenheit.

Wer hauptsächlich Schreiner-Arbeiten durchführen möchte, kann auch die Anschaffung einer Hobelbank überlegen.

Ganz wichtig: Die Aufbewahrung!

Gleich ein Tipp vorweg:

Achte auf ein gutes Aufbewahrungs-System beim Einrichten Deiner Hobby-Werkstatt. Nichts ist lästiger, wenn Du nicht mehr weißt, wo welches Werkzeug gerade liegt. Das stört den Arbeitsfluss, verlängert die Arbeit ungemein und frustriert.

Ordnung ist das A und O in der Werkstatt.

Wenn alles seinen angestammten Platz hat und Schrauben und anderes Kleinzugs immer gut sortiert verstaut ist, findet man alles leicht und das Arbeiten geht viel rascher voran.

Dies bedeutet auch, dass man für ausreichend Stauraum sorgen muss. In einem vollgestopften Regal dauert es viel länger das richtige Werkzeug zu finden. Und wenn einem beim Öffnen des Werkzeugschranks bereits die ersten Dinge entgegenfliegen, ist eindeutig die Schaffung von zusätzlichem Stauraum anzudenken…

Werkzeug, das Du oft benötigst, sollte unbedingt griffbereit aufbewahrt werden. Werkzeug und Maschinen, die Du eher seltener einsetzt, dürften auch etwas weiter weg gelagert werden.

Empfehlenswert ist auch, Werkzeug nach dem zu bearbeitenden Manaterial zu sortieren. So gibt’s einen Bereich für Holz-Bearbeitung, Metall-Bearbeitung usw.

Immer ordentlich mit Werkzeugschrank, Hängeschrank und Regal

Zusätzlich wird mit Werkzeugschränken, Hängeschränken und Regalen zusätzlicher Stauraum geschaffen, um alles Werkzeug, Maschinen oder Befestigungsmaterial wie Schrauben oder Nägel griffbereit verstauen zu können. Denn über die Zeit hinweg wird sich mehr und mehr Werkzeug und auch Befestigungsmaterial ansammeln.

Achte auch bei diesen Einrichtungsgegenständen auf ausreichende Stabilität. Maschinen sind oft schwer und der Kasten soll nicht unter ihrem Gewicht zusammenbrechen. Achte darüber hinaus auch darauf, dass die Regale oder Schränke nicht umkippen können. Im Zweifelsfall lieber in der Wand verankern!

Auch die Schubladen in der Werkbank sind zum Aufbewahren des Werkzeuges praktisch. Und auch die praktische Lochwand oder Werkzeugwand tut schon seit jeher einen treuen Dienst in jeder Werkstatt.

Auch eine Idee:

Wer es etwas preiswerter mag, kann sich auch nach gebrauchten Kommoden oder Regalen umschauen und diese für die Werkstatt umfunktionieren.

Was natürlich auch immer funktioniert, ist die Werkbank oder Regale selbst zu bauen. Aber: Da Du ja vielleicht noch gar keine eigene Werkstatt hast (womöglich liest Du ja gerade deswegen diesen Artikel), ist das eigene Bauen dann ein klassisches Henne-Ei-Problem J. Spaß beiseite, wieder weiter im Artikel…

Und die Königsdisziplin: Ordnung bei Schrauben, Nägel und Co!

Die richtige Ordnung bei Befestigungsmaterial wie Schrauben, Nägeln, Muttern und Unterlegscheiben. Oftmals gibt’s genau 1 Lade, wo all das drinnen ist – frei nach dem Motto: Nur das Genie beherrscht das Chaos!

Das ist zwar ein holder Ansatz, aber meistens mit mehr Frust als Lust verbunden. Denn auch bei Schrauben, Nägeln und Co gibt es verschiedenste Längen, Durchmesser bzw. Gewinde.

Somit empfiehlt es sich, zumindest grob zu ordnen. Am besten eignen sich hierfür Stapelboxen, welche meistens gleich mit einem Wandregal erhältlich sind. Diese können aber natürlich auch in jede Werkbank eingebaut werden.

So behältst Du den Überblick und weißt immer, ob Du was nachkaufen musst. Gib der Ordnung zumindest eine Chance, bevor Du Dich wieder dem Chaos widmest 😉

Do it yourself: So baust Du Dir eine eigene Werkzeugwand

Eine Werkzeugwand kannst Du auch ganz leicht selber bauen. Kaufe Dir eine MDF-Platte in der passenden Größe. Die meisten Baumärkte bieten mittlerweile einen Zuschnitt-Service an, wo Du Dir die Platte angenehm auf das jeweilige Maß zuschneiden lassen kannst.

Anschließend legst Du die Platte auf den Boden und platzierst das Werkzeug in jener Anordnung, die Du haben möchtest. Dann schlägst Du ausreichend stabile Nägel in die Platte, an denen das Werkzeug später hängen soll.

Nun braucht die Werkzeugwand nur noch aufgehängt werden und fertig!

Falls Du Kinder hast…

Ein Punkt der oft unterschätzt wird, denn es passiert schneller etwas, als man denkt. Gerade wenn Du Kinder hast, achte darauf, dass die Kinder nicht unbeaufsichtigt in die Werkstatt gelangen.

Darum:

Verschließe immer die Tür der Werkstatt.

Falls das nicht geht, sollte alles Werkzeug so hoch hängen, dass es nicht erreicht werden kann. Kabel dürfen nicht loser herumliegen. Und die Kinder dürfen UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN an die Geräte kommen!

… und nun zum interessantesten Teil: Werkzeug Deiner Hobby-Werkstatt

Viel Basis-Werkzeug gibt es mittlerweile schon in praktischen Sets. Das trifft auf Schraubenzieher genauso zu wie für Bohrer oder ein Bit-Set. Unten findest du eine ausführliche Beschreibung gängiger Werkzeuge von Hobbywerkstätten.

Schneller Überblick über die Grundausstattung: Detailliertere Infos weiter unten!

  • Kreuz- und Schlitz-Schraubendreher
  • Inbusschlüssel
  • Gabel- und Ringschlüssel
  • Hämmer
  • Zangen: Beißzange, Kombizange, Spitzzange, Seitenschneider, Rohrzange
  • Zollstock und Rollmeter
  • Wasserwaage
  • Messschieber
  • exakter 90°-Winkel
  • Feinsäge und Fuchsschwanz
  • Stechbeitel
  • Schleifpapier und Schleifpapierhalter
  • Raspeln und Feilen (Holz und Metall)
  • Metallsäge
  • Befestigungsmaterial: Nägel, Schrauben, Dübel
  • Bleistift
  • Schere und Cutter
  • Tücher zum Abwischen
  • Kabelbinder
  • Gafferband
  • Schraubstock
  • Schraubzwingen

Elektrogeräte

  • Akkuschrauber inkl. Bits und Bohrer-Sets
  • Stichsäge
  • Bohrmaschine mit Schlag-Funktion
  • Winkelschleifer
  • Exzenterschleifer
  • Handkreissäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Industriestaubsauger

Sicherheitsausrüstung

  • Gehörschutz
  • Schutzbrille
  • Atemschutzmaske
  • Sicherheitsschuhe
  • Arbeitshandschuhe

Schraubendreher

Die wichtigsten Ausführungsformen sind hier:

  • Schlitz- und Kreuz-Schraubenzieher
  • Inbusschlüssel
  • Gabel- bzw. Ringschlüssel

Schraubendreher oder Schraubenzieher: Schlitz und Kreuz sind hier definitiv empfehlenswert, auch in verschiedenen Größen, denn Schrauben sind nahezu überall anzutreffen. Auch Schraubenzieher gibt’s im praktischen Set.

Inbusschlüssel: Werden eingesetzt für Schrauben mit einem Innensechskant im Schraubenkopf.

Schraubenschlüsselsatz, als Gabel- bzw. Ringschlüssel: Sind meistens als Kombination erhältlich. Ihr Einsatzgebiet das das Anziehen von Schrauben und Muttern mit Vier- bzw. Sechskant-Köpfen.

Hammer

Eines der ältesten Werkzeuge. Es sind zumindest 2 Größen empfehlenswert (ein leichter und ein schwererer). Hämmer sind eines der Grund-Werkzeuge einer jeden Werkstatt, allein einen Nagel ohne Hammer einschlagen ist schon mühselig.

Weitere Ausführungsformen gibt es natürlich auch, wie z.B. den Fäustel oder auch Kunststoff-Hammer. Je nach Anforderung lohnt sich vielleicht auch der Kauf derartiger Werkzeuge.

Zangen

Zangen sind oftmals besser geeignet als die eigenen Finger. Egal, ob etwas schnell abgezwickt oder rausgezogen werden soll. Zangen tun hier einen guten Dienst.

Dabei werden je nach Einsatzzweck verschiedenste Ausführungsformen unterschieden. Folgende Zangen sollten in keiner Werkstatt fehlen.

  • Beißzange: zum Herausziehen von Nägeln oder Abzwicken von Draht
  • Kombizange: ein universelles Werkzeug zum Greifen und Abzwicken
  • Spitzzange: durch ihre spezielle Form insbesondere für filigranere Greif-Aufgaben geeignet
  • Seitenschneider: Hauptanwendung ist hier das Abzwicken von Drähten
  • Rohrzange: bestens geeignet zum Festziehen von Rohren und Fittingen (Muffen etc.)

Zum Messen

Für exakte und zufriedenstelle Ergebnisse darf natürlich das Messen nicht zu kurz kommen.

  • Zollstock und Rollmeter: Zum Abmessen von Abständen sind beide gleichermaßen geeignet. Achte dabei jedoch immer auch auf die jeweilige Genauigkeit! Ein Zollstock ist hierbei meist aus Holz gefertigt und ausklappbar, während das Maßband des Rollmeters meist aus Metall besteht, welches aufgewickelt wird.
  • Wasserwaage: So werden Werkstücke gerade und auch das aufgehängte Regal!
  • Schublehre oder Messschieber: Werden eingesetzt, falls es auch genauer werden muss. Damit können Außen-, Innen- und Tiefenmaß bestimmt werden. Die Ablese-Genauigkeit ist dabei weitaus besser als bei Zollstock bzw. Rollmeter
  • exakter 90°-Winkel: Achte beim Ankauf eines solchen unbedingt auch auf Qualität! Praktisch überall müssen Maße im 90°-Winkel angezeichnet werden (bspw. wenn ein Kantholz abgelängt werden muss). Ohne guten Winkel wird das nix!


Holzarbeiten

  • Holz-Sägen: Eine Feinsäge eignet sich besonders für Anfänger. Mit ihr lassen sich feine und gerade Schnitte in Holz durchführen. Ein Fuchsschwanz ist nur dann nötig, wenn man auch dickere Holzbretter durchsägen möchte.
  • Stechbeitel in verschiedenen Größen: Damit können Ausnehmungen und Löcher aller Art ausgestemmt werden.
  • Schleifpapier und Schleifpapierhalter: Damit werden Oberflächen von Holz geglättet oder auch um Kanten zu brechen.
  • Raspeln und Feilen: Sorgen für größeren Materialabtrag als das Schleifpapier. Sie sind in verschiedensten Ausführungsformen erhältlich.
  • Hobel: Erfordert am Anfang etwas Übung. Wenn man aber den Dreh mal raus hat, kann man damit perfekt glatte Oberflächen zaubern.


Metallarbeiten

  • Metallsäg
    e:
    Damit können schnell dünnere Werkstücke aus Metall, wie z.B. Gewindestangen oder dünne Rohre schnell abgesägt werden. Ihre Zähne sind viel feiner als bei den Sägen für Holz.
  • Metallfeilen: Sind insbesondere geeignet, um den scharfen Grat nach dem Sägen von Metall zu entfernen.

Befestigungsmaterial: Für die sichere Verbindung

Befestigungsmaterial gibt’s allerlei:

  • Nägel
  • Dübel
  • Schrauben
  • Muttern
  • Unterlegscheiben, Beilagscheiben

Bei den Schrauben wird weiterhin zwischen Metall- und Holzschrauben unterschieden. Holzschrauben werden direkt ins Material gebohrt, während zum Eindrehen in Metall vorher ein Gewinde geschnitten werden muss. Außer bei Schraube-Mutter-Verbindungen: Da wird nur ein Durchgangsloch gebohrt.

Allerlei Kleinzeugs, das nicht fehlen sollte

Daneben gibt es noch allerlei weitere Dinge, welche je nach Einsatzzweck praktisch sind. Hier eine größere Auswahl:

  • Bleistift und Kugelschreiber zum Anzeichnen
  • zum Schneiden: stabile Schere und auch Cutter
  • Tücher zum Abwischen
  • Kabelbinder
  • Kleber nach Bedarf, Holzleim
  • Gafferband
  • Digitalkamera: Falls Du öfters etwas zerlegst, dann leistet eine alte Digitalkamera oft treue Dienste. So ist vor dem Auseinanderbauen gleich nach dem Zusammenbauen!

Für sicheren Halt: Befestigen der Werkstücke

Befestigen der Werkstücke ist das A und O. So wird kein Teil zum gefährlichen Geschoss. Auch bei Sägearbeiten sollte das Werkstück immer sicher eingespannt werden. Einerseits wegen der Arbeitssicherheit, andererseits werden die Schnitte viel sauberer!

Mit folgenden Helfern bleiben die Werkstücker sicher an ihrem Platz:

  • Schraubzwingen: Sind auch in verschiedensten Größen erhältlich. Davon kann man eigentlich auch nie genug haben. Denke nur, wenn Du etwas leimst und deswegen Deine paar Schraubzwingen nun alle „belegt“ sind. So gerät der Arbeitsfluss ins Stocken!
  • Schraubstock: Wird meistens fix mit der Werkbank verschraubt
  • Maschinenschraubstock: Wenn Du auch oft mit Bohrständer oder Tischbohrmaschine bohrst.

Elektrische Geräte: Damit geht’s eindeutig angenehmer

Gerade bei den elektrischen Geräten zählt: Qualität vor Quantität. Denn leider gilt es sehr oft: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Und da gute Geräte durchaus etwas teurer sind, ist es ratsam, derartige Geräte nach Bedarf zu kaufen. So wächst das Inventar der eigenen Hobby-Werkstatt Schritt für Schritt.

Das heißt auch, diversen Schnäppchen-Aktionen im Baumarkt zu widerstehen – auch wenn es schwer ist ;-). Gerade am Anfang lohnt es sich nur jene Geräte zu kaufen, die Du auch oft nutzt. Geräte für Spezialanwendungen können oftmals auch ausgeborgt werden!

Und oftmals muss es gar kein neues Gerät sein. Qualitätsgeräte sind auch gebraucht noch hochwertiger als neue Billigteile. Ein Blick in Portale wie ebay oder willhaben lohnt sich immer, um gebrauchte Geräte günstig erstehen zu können.

  • Akkuschrauber: Kann den Schraubenzieher ersetzen, sofern es auf nicht so viel Gefühl ankommt. Insbesondere beim Herausdrehen von Schrauben tut der Akkuschrauber einen treuen Dienst. Weiters empfiehlt es sich, gleich einen zweiten Reserve-Akku dazuzunehmen. So wird das Schrauben nicht vom leeren Akku unterbrochen.
  • Stichsäge: Ist auch sehr oft in Werkstätten zu finden, empfehlenswert ist ebenfalls ein zuschaltbarer Pendelhub, kaufe auch gute und scharfe Sägeblätter!
  • Bohrmaschine mit Schlag-Funktion: Zusätzlich zum Akku-Schrauber. Mit einem Bohrständer können auch besser genau senkrechte Löcher gebohrt werden. Wer das öfter macht, dann empfiehlt sich auch die Anschaffung einer Tischbohrmaschine.

Je nach Einsatzzweck gehören auch folgende Werkzeuge zur Ausrüstung:

  • Winkelschleifer: Sind treue Helfer, wenn es ums Schneiden verschiedenster Materialien geht.
  • Exzenterschleifer: Durch Schwingbewegungen wird die Oberfläche von Hölzern geschliffen. Beachte, dass hierbei auch Stäube entstehen. Eine Absaugung ist demnach empfehlenswert.
  • Handkreissäge: Für lange und gerade Schnitte, stufen lose Drehzahlregulierung, damit neben Holz auch andere Materialien gesägt werden können
  • Kapp- und Gehrungssäge: Damit können Kanthölzer oder Metallprofile gekappt werden. Meistens sind auch Gehrungsschnitt möglich.

Häufig bei den Elektro-Geräten ist auch eine Constant-Electronic verbaut. Dabei wird die eingestellte Drehzahl auch bei Belastung konstant gehalten und fällt nicht ab.
Besorge Dir auch ein Set an Holz-, Metall- und Steinbohrern. In diesen Sets sind Bohrer in verschiedensten Größen erhältlich. Bei Metallbohrern geht das Ganze meist bei 1 mm los, bei Holz-Bohrern bei 3 mm.

Möchtest Du auch selber Gewinde schneiden, lohnen sich auch Gewindebohrer in den gängigsten metrischen Abmessungen. Insbesondere M5, M6 und M8 sollten dabei sein. In solchen Sets sind i.A. Gewindeschneider für Außen- und Innengewinde vorhanden.

Darüber hinaus existieren noch Schneidsätze für Außengewinde bei Rohren. Dabei werden keine metrischen Gewinde verwendet, sondern Zollgewinde.

Für den Akku-Schrauber empfiehlt es sich, gleich ein Set mit den häufigsten Bits anzuschaffen.

Absaugung: Weg mit dem Dreck!

Eine Absaugung ist i.A. nicht zwingen erforderlich, aber dennoch praktisch. So saut man sich nicht die ganze Werkstatt voll, sondern kann anfallenden Staub und Späne schnell einsaugen. Darüber hinaus werden diverse Holzstäube sogar als krebserregend eingestuft.

Industriestaubsauger können schon relativ preiswert erstanden werden. Sie sind mit den meisten Geräten wie z.B. Stichsäge kombinierbar, sodass anfallende Holzspäne schon während der Arbeit eingesaugt werden können.

Für kleinere Arbeiten reichen Industriestaubsauger demnach meistens aus. Nachteilig ist das kleine Fassungsvermögen der Behälter. Auch der kleine Schlauchdurchmesser reicht oft nicht aus, um große Späne oder Reste einzusaugen.

Wer also größere stationäre Geräte wie z.B. Hobelmaschine oder Kreissäge betreibt, für den kann die Anschaffung einer Absauganlage sinnvoll sein. Im Gegensatz zum Industriestaubsauger sind sie auf großen Luftdurchsatz ausgelegt und können somit größere Mengen an Spänen und Staub einsaugen. So versinkt die Werkstatt nicht unter einer dicken Schicht von Spänen!

Sicherheitsausrüstung: Sicherheit geht vor!

Sicherheit sollte auch Hobby-Werkstätten großgeschrieben werden! Unachtsamkeiten passieren schnell! Darum sollte die folgende Sicherheitsausrüstung in keiner Werkstatt fehlen.




  • Gehörschutz: Am besten Kapselgehörschützer, da diese schnell auch abgenommen und wieder aufgesetzt werden können. Gerade das Gefummel mit Ohrstöpseln mögen manche nicht. Und mit dreckigen Händen die dann wieder ins Ohr zu stecken ist auch nicht der sauberste Weg.
  • Schutzbrille: Gerade die Sicherheit der Augen wird oft vergessen. Wer schon mal einen Metall-Splitter oder Ähnliches ins Auge bekommen hat, weiß eine Schutzbrille zu schätzen!
  • Atemschutzmaske: Gerade bei staubenden Tätigkeiten oder Lakier-Arbeiten empfiehlt sich auch das Tragen einer passenden Atemschutzmaske.
  • Sicherheitsschuhe: Wer seine Zehen liebt, vertraut auf Sicherheitsschuhe. Sie sorgen für einen sicheren Halt und für ausreichend Stabilität.
  • Arbeitshandschuhe

Nicht vergessen:

In der eigenen Hobbywerkstatt sollte ebenfalls ein Erste-Hilfe-Kasten vorhanden sein! So könne kleinere Verletzungen schnell und effizient verarztet werden.

Quellen

Natürlich ist die Erstellung eines so umfangreichen Ratgebers nicht ohne eine ausführliche Recherche möglich. Im Folgenden sind alle Seiten aufgelistet, aus denen Informationen in diesen Artikel geflossen sind.

Aus diesem Grund nochmals ein Dankschön an alle, die bereits ausgezeichnete Arbeit geleistet haben, sodass ich nur die Infos weiter zusammensetzen und ausbauen durfte!


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